Zurück aus dem Land der aufgehenden Sonne

April 13, 2011 at 3:46 pm (Allgemein)

Hallo an alle meine lieben Blog-Leser!

 

jetzt bin ich schon fast acht Monate wieder in Deutschland.

Die Zeit in Japan scheint schon wieder Ewigkeiten her zu sein und all die Erlebnisse sind nur noch ein paar Erinnerungen…verrückt wie schnell die Zeit vergeht. Ich halte noch Kontakt zu meinen Freunden und meiner Familie und zum Glück geht es allen trotz der Katastrophen im letzten Monat gut.

Es gibt noch so~ viel, worüber ich mich auslassen könnte und so~ viel, was ich euch noch erzählen kann.

Aber alles hat ein Ende und damit will ich mit diesem Post meinen Blog (zunächst) offiziell beenden.

 

Vielleicht ergibt es sich ja mal, dass ich nochmal nach Japan gehe oder ich einfach mal wieder Lust habe, was über Japan zu schreiben…bis dahin wünsche ich euch alles Liebe!

 

Linda

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Verfehlte Vorstellung…

Juni 18, 2010 at 11:47 am (Allgemein)

Mein heutiger Eintrag soll ein wenig die falschen Bilder und Vorurteile aus dem Weg räumen, die so mancher Deutscher vielleicht hat, wenn es um Japan geht. Meine Meinung und meine Ansichtsweise werden diesen Eintrag, so wie alle in diesem Blog, beeinflussen, von daher muss sich am Ende doch jeder selbst ein Bild machen, aber vielleicht kommt der ein oder andere ins Grübeln, wenn er diesen Eintrag liest.

Was ich vor meinem Herkommen gedacht hab: Viel  Tradition, Manga/Anime, krasse Trends (Visual Kei,…), endlose Höflichkeit, Sushi, Nerds,…

Die Tatsache, dass die oben aufgeführten Punkte gar nicht mal so viele sind, zeugt schon davon, dass wir am Ende doch alle keine Ahnung hatten…ich werde aber langsam Punkt für Punkt abklappern, um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Kultur und Tradition:

Sicherlich ist Tradition hier wichtig: die Tempelbesuche, die Schreine, der Respekt,….

Allerdings ist es eher eine „Gewohnheit“ als etwas, was dem Einzelnen wirklich etwas bedeutet. Natürlich ist der Respekt den Eltern, Lehrern und Älteren gegenüber wichtig, aber nicht anders als bei uns in Deutschland „wächst“ dieser Respekt erst mit der Zeit, wenn man merkt, was man anderen Leuten zu verdanken hat. Jeder hat mal über einen Lehrer gelästert und jeder hat mal gedacht, seine Eltern seien gemein (und haben das auch lautstark geäußert). Letztendlich sieht man aber ein, dass diese Leute Respekt verdient haben, für das was sie tun und für was sie sich einsetzen. Nicht anders ist es hier. Diese große Rolle, die man dem Respekt zuschreibt liegt vielleicht an den vielen Namen, die man für die verschiedenen Stufen verwendet. „Senpai“ in der Schule oder im Beruf, „Shachou“,“Kachou“ und wie sie alle heißen, in den verschiedenen Stufen in der Firma, und, und, und.

Die Strenge mit der man versucht dieses Rangsystem aufrecht zu erhalten ist was das Familienleben betrifft wohl mittlerweile nur noch bei den Älteren wirklich präsent. In den Schulen wird es durch die Lehrer weitergegeben und von dort aus in die Firma. Japaner folgen dem Strom, und wenn der angibt: „Du hast darauf zu hören, weil das deine Position vorschreibt!“ dann ist das so, wobei man die Fähigkeiten des Einzelnen außer Acht lässt.

Was Tempelbesuche und generell das typisch-asiatisch „kulturelle“, wie Kabuki, Sumo, etc. angeht, war ich sehr überrascht. Der Kleinste Teil weiß genauer über irgendetwas Bescheid. Wenn man an einen Tempel oder Schrein kommt, wirft man GENERELL ein wenig Geld in ein Loch und ?betet?. Die Fragezeichen bei dem beten sollen darauf hinweisen, das wohl keine tiefere Bedeutung daran liegt, als eine Abfolge von Bewegungen, die darauf folgen müssen, zu tun, damit man tatsächlich ein wenig glücklicher wird. Diese Bewegungen sind bei Schrein und Tempel aber verschieden und nicht selten verwechseln auch Japaner diese Rituale und klatschen um Tempel und verbeugen sich dreimal im Schrein. Auch nur wenige Japaner waren je beim Sumo. Erstens sind die Karten teuer und zweitens ist es gar nicht so verbreitet. Es gibt hier und da Sumo-Hallen, die einzige bekannte, wo die „Großen“ kämpfen ist aber in Tokyo. Jeder findet es toll und ist stolz auf die angebliche „Nationalsportart“. Man kennt die stärksten Kämpfer, aber manch einer kennt nicht einmal die Regeln.

So ist das. Ich will die Japaner damit nicht kritisieren. Ich weiß wer Schiller und Goethe sind, aber so manch ein Gedicht ordne ich auch dem Falschen zu… Ich hab es nur anders vermutet.

Manga/Anime:

Das hat mich, als großen Manga Fan schon etwas mehr getroffen, dass die Japaner gar nicht so begeistert davon sind. Jeder hat vielleicht mal einen Manga in der Hand gehabt, aber so beliebt sind sie hier auch nicht. Die, die man in der Öffentlichkeit mal mit einem Manga in der Hand sieht, sind eher Leute, die so wirken, als hätten sie wenige soziale Kontakte und wissen nicht, wie man solche knüpft. Der Manga-Club in der Schule besteht aus Nerds, die außer Manga nichts haben.

Anime laufen auch nicht 24 Stunden ohne Ende. Natürlich gibt es solche Sender, aber so gibt es auch „Animax“ oder ähnliches bei uns. Einmal am Abend läuft eine Anime Folge, die dann in der nächsten Woche fortgesetzt wird. Im Moment läuft Dienstags Bleach, Mittwochs Naruto,…. Da sind Animes bei uns schon eher vertreten, wenn man ab und zu RTL2 einschaltet.

Was in Japan große Beliebtheit hat, sind riesige Second-Hand Kaufhäuser. Die größte Kette ist wohl „Off-House“, die mit „Book-off“ extra Shops für Bücher, Dvds/CDs und Games hat. Neben den Manga gibt es dann noch die Abteilung mit Miniaturfiguren, oft leicht bekleidete, weibliche Katzenmenschen oder was auch immer. Durch die Regale schlendern größtenteils unrasierte, beleibte Herren um die 20…ich kann förmlich SEHEN, wir sie schwer atmend die Figuren genauer betrachten…

Das nennt der Durchschnittsjapaner „Otaku“ und nein, das ist ganz sicherlich NICHT cool. Otakus sind GRUSELIG! Hierbei möchte ich aber sagen, dass ich noch nie einen Otaku angesprochen habe und auch nie einen in meinem näheren Umfeld hatte…vielleicht sind sie ja ganz nette Kerlchen, aber wenn man vom ersten Eindruck ausgeht, würde ich sie lieber vermeiden.

Ich selbst mag Manga sehr und habe gedacht, dass ich hier tagtäglich  irgendwie damit zu tun bekomme. Dem ist aber nicht so. Ich lese hier weniger Manga als in Deutschland und habe in dem letzten halben Jahr keinen mehr in der Hand gehabt.

Krasse Trends:

Ich ging davon aus Visual Kei ist an der Spitze der Charts und man trifft des Öfteren auf Gothic Lolitas u.Ä. Ich habe bisher nur einen Visual Kei vertreter in den Top-Five gesehen und Gothic Lolitas oder Ähnliche habe ich bisher auch nur in Harajuku und nächster Umgebung gesehen. Der größte Teil der Japaner ist eben doch der „Salary-Man“ im Anzug oder die „OL“ aka „Office Lady“ in Blazer und Rock.

Höflichkeit:

Nicht gegen die Höflichkeit, klar sind Japaner höflich. Aber auch hier trifft man auf Verkäufer und Angestellte, die einen mit einem genervten und desinteressierten Gesicht mit einer langen, höflichen Rede willkommen heißen und einen mit monotoner Stimme darum bitten, eine Mitgliedskarte anzunehmen und bald wiederzukommen. Für mich ist die Höflichkeit eine Fassade, die sein muss, aber keine Höflichkeit ist. Höflichkeit besteht für mich nicht nur aus ordentlicher Anrede. Man bekommt mit, wenn der Gegenüber die Höflichkeit ernst nimmt oder nicht.

Sushi:

Mir wurde auch von jemandem nachgesagt, ich gehe ins Land der Hunde-Esser :D

Nein, ich bin nicht in China (und auch dort ist das nicht normal)…wenn ich schon die Spezialität anspreche.

Sushi ist beliebt und wird gern gegessen. Ist aber auch hier teuer (auch wenn man es nicht mit den Preisen in Deutschland vergleichen kann) und deshalb steht es nicht auf dem täglichen Speiseplan. Ähnlich wie man den Deutschen hier nachsagt, man trinke jeden Tag Bier (trifft auf den ein oder anderen vielleicht zu ;) ) und ernähre sich hauptsächlich von Würsten.

Die Tatsache, dass der Fisch roh ist, ist vielleicht ein bisschen komisch, wenn man so darüber nachdenkt, aber er ist frisch und wird schon seit Ewigkeiten hier roh gegessen. Außerdem sind die Koreaner krasser…die Essen auch bestimmtes Rindfleisch roh (nicht mein Fall).

Es ist vieles anders, als ich erwartet habe, aber allein das war interessant zu entdecken…Hätte ich das alles vorher gewusst, hätte mir vielleicht eine vier-Wochen-Reise gereicht…aber wer hätte mir das alles sagen sollen? ;)

Davon abgesehen, hab ich auch sehr liebe Menschen getroffen, die Sprache gelernt und kann meine geliebten Manga nun auch in der Originalsprache lesen :D xD

Alles super ;)

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Ein Tag mit den Freunden unterwegs

Mai 22, 2010 at 4:20 am (Allgemein)

Wenn ich mit meinen Freundinnen unterwegs bin, ist ein ungeschriebenes Programm abzuarbeiten. Es gehören einfach einige Dinge dazu, wenn man mit den Mädels unterwegs ist.

Hauptpunkt:

Das ist der eigentliche Grund, weshalb wir unterwegs sind oder unser eigentliches Ziel. Z.B. Karaoke, Kino, Freizeitpark,…

Shopping:

Ich glaube eine obligatorische Shoppingtour in einem nahe gelegenen Kaufhaus lässt sich gar nicht vermeiden. Erstens stehen die Kaufhäuser einfach überall, sodass man meistens sowieso daran vorbeikommt  oder man MUSS sogar durchlaufen, um zum Bahnhof zu kommen. Egal welchen Weg man geht…irgendwie wird man doch dahin gelenkt.

Essen:

Mittags eine Kleinigkeit auf die Hand….Taiyaki (Fische aus einfachem Teig gefüllt mit Anko, Maccha, Custard-Crème,…), Crèpe, Eis,…und abends dann in ein einfaches Family-Restaurant oder ein günstiges Shabu-Shabu, Sukiyaki oder Yakiniku Restaurant. Dort wählt man dann die Drink-Bar und sitzt dort bis die erste nach Hause muss.

Purikura:

Ja, die kleinen Fotosticker gehören ebenfalls dazu.

Es ist schon alles sehr spaßig, aber nach so einem Tag ist man echt fertig.

Als ich das erste Mal mit meinen beiden besten Freundinnen aus meiner Klasse unterwegs war, bin ich in der Bahn eingeschlafen und bis zur Endstation gefahren. Durch einen leichten Schubs an meiner Schulter eines Schaffners wurde ich geweckt und musste eine Stunde bis zu meiner Station zurückfahren.

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Golden Week

Mai 14, 2010 at 11:51 am (Allgemein)

Tut mir Leid, dass es in der letzten Zeit keine Updates gab…ich bin echt schreibfaul geworden. Dabei gibt es doch so viel zu berichten.

Hier also etwas über die Golden Week und wie ich sie verbracht hab.

Die Golden Week besteht aus drei Feiertagen hintereinander, die dann oft an ein Wochenende grenzen. Dadurch wird sie dann für Ausflüge oder einen Kurzurlaub genutzt. Dieses Jahr war der 29. April (ebenfalls ein Feiertag) an einem Donnerstag. Am darauf folgenden Freitag fand an einigen Schulen, meine gehörte nicht dazu, kein Unterricht statt und einige Firmen hatten ihren Angestellten freigegeben. Dann das Wochenende und schließlich die drei Feiertag vom 3.-5. . Also eine ganze Woche frei im arbeitssamen Japan. Nun ja, ein großer Teil wird wohl doch gearbeitet haben…sonst ist so eine 24 Stunden/7Werktage die Woche  Gesellschaft gar nicht zu schaffen. Was müssen die Geschäfte doch für einen Umsatz machen, wenn alles auf einmal in die Läden und Restaurants stürmt.

Mein Gastvater war vom 3. bis zum 8. auf Geschäftsreise, deshalb hatten wir keine große Reise zu den Großeltern nach Nagoya oder so geplant. ..dafür aber am 1. einen Ausflug ans Meer zum Muschel n sammeln. Der Strand nannte sich „海の公園“(Park des Meeres) und die offizielle Bezeichnung des Muschel sammelns war „潮干狩り“ (Zeichen für Zeichen: Gezeiten +Trocken~(=Ebbe)+Jagd).

Wir fuhren also, bewaffnet mit Harke und Eimern, ca. 1 Stunde bis zum Strand. Dort erwarteten uns überfüllte Parkplätze und ein Strand, gepflastert mit Plastikdecken und Strandmuscheln. Wir platzierten unsere Decke etwas weiter entfernt auf einer Wiese im Schatten eines Baumes. Es wurde die Wassertemperatur getestet und schon war Mittagszeit. Meine Gastmutter hatte ein tolles Lunchpaket vorbereitet (ich bin ein großer Fan der japanischen Lunchpakete – 弁当), das wir gerecht unter uns verteilten und dabei aber durch Lautsprecher darauf aufmerksam gemacht wurden, dass wir doch bitte auf die Vögel achtgeben sollten, die sich manchmal auf die Besucher stürzen, um sich ihr eigenes Mittagessen zu sichern. Der Vogelwarnung folgte dann die Durchsage, dass schon wieder ein Kind gefunden wurde, dass bitte an der Information abgeholt werden solle.

Nachdem die Tupperboxen alle leer gegessen wurden, machten wir uns auf ins Meer, um die Muscheln zu sammeln, die am Abend in die Suppe kommen sollten. Ja, das war die Absicht der abertausend Besucher…in kleinen Netzen und Eimern sammelten alle fleißig die noch geschlossenen Muscheln, deren Länge größer war als 2 cm. Der Strandausflug war also nicht zum Entspannen, die Sonne zu genießen oder dergleichen…das waren eher angenehme Nebenumstände. Es ging darum, die größten Muscheln zu finden. Also habe ich mich unter das bunte Treiben gemischt und war auch relativ erfolgreich. Noch lebende Muscheln waren reichlich vorhanden, allerdings meist zu klein, um bereits gegessen werden zu können…deshalb war das Ganze auch gar nicht so einfach. Als wir dann aber nach ca. 2 Stunden genug für uns 6 gefunden hatten, saßen wir noch ein bisschen in der Sonne und machten uns dann auf den Heimweg.

Waaa~ während ich den letzten Absatz gerade schrieb, war hier ein kleines Erdbeben…mein drittes, das ich bewusst mitbekommen hab…hihi

So, am 5. , dem Tag der Kinder, bin ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester zum Takao Berg bei Hachiouji gefahren.  Für die Tokioter ist das ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Hachiouji ist einer der drei Stadtteile, die auf den Wetterkarten von Tokio abgebildet werden (die anderen zwei sind  Machida und natürlich Tokio selbst). Man fühlt sich weit entfernt von der Stadt, fährt aber nur eine gute Stunde mit der Bahn. Seit Takao von Michelin drei Sterne bekommen hat, wächst die Zahl der Besucher stetig.

Wir drei machten uns also auf den Weg, den Berg zu erklimmen. Die Hälfte des Weges legten wir mit dem Sessellift zurück uns liefen dann den Rest bis zur Spitze, vorbei an Tempeln, Rastplätzen und immer den gleichen ständen. Glücklicherweise war man auf dem Wanderweg immer im Schatten, was bei der Hitze sehr angenehm war. Auf der Spitze stand man allerdings in der prallen Sonne. Deshalb haben wir nur schnell ein paar Fotos geschossen und uns wieder auf den Rückweg gemacht, wo wir dann bei dem ein oder anderen Stand angehalten haben, um das Geschmackssortenreiche Softeis oder die vielen verschiedenen Sorten an Dango zu probieren (Dango sind einfach das größte! Nicht die doofen aus dem Supermarkt…frisch gegrillt und selbst in die Tare getunkt… :) ).

Es war ein sehr schöner Tag J

Was nicht so toll war an der Golden Week, war die Tatsache, dass wir in Fächern wie Mathe oder Englisch extra viele Hausaufgaben bekommen haben. Da wäre es mir lieber, wenn sie mir jeden Tag ein bisschen was an Hausaufgaben geben würden. Die ganzen Batzen mit einem Mal zu schaffen ist kaum zu machen…da reicht das größte Durchhaltevermögen und der größte Ehrgeiz nicht.

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Unerwartete Geschichte

Februar 26, 2010 at 12:18 pm (1)

Eine meiner Freundinnen, Koreanerin,  hat mir letztens erzählt, warum sie denn hier in Japan ist.

Das hat mich schon länger interessiert, weil sie mir gleich in unserem ersten „richtigen“ Gespräch versichert hat, dass sie ganz bestimmt nicht freiwillig hier ist und am liebsten sofort nach Korea zurückkehren würde, aber das ist alles gar nicht so einfach…:

Ihre Mutter und ihr Vater waren glücklich verheiratet und lebten mit den beiden Töchtern zusammen an der koreanischen Küste. Allerdings fehlte das Geld, um die Töchter weiter auf annehmbare Schulen zu schicken, obwohl beide Elternteile arbeitstätig waren.

Deshalb hat sich ihre Mutter dazu entschieden nach Japan zu gehen, um vielleicht eine andere Möglichkeit zu finden, um die Ausbildung der beiden weiterhin finanzieren zu können. Nach einem halben Jahr, hat sie ihre beiden Töchter zu sich geholt und sich von ihrem Mann geschieden.

Sie hat in Japan einen anderen Mann kennengelernt, den sie nach der Scheidung auch geheiratet hat. Ein arbeitstüchtiger Herr (ich habe ihn kennengelernt), der aber  irgendwie kalt ist…kalt beschreibt es nicht gut, aber er wirkt jedenfalls nicht wie ein guter Vater…„streng“, „egoistisch“, „leichtsinnig“ sind Worte, die mir einfallen, wenn ich an ihn denke.

Allerdings ist er fest beschäftigt und verdient genug, um die hohen Schulgebühren der beiden zu bezahlen. Dafür nimmt ihre Mutter es hin, von ihrem geliebten Mann getrennt zu sein und das Regime eines japanischen Hausherrn zu ertragen.

Dennoch sind sie ihm dankbar, da er die Mutter geheiratet hat, obwohl sie kaum Japanisch spricht und eben noch zwei Töchter mitbringt.

Meiner Freundin tut ihre Mutter schrecklich leid. Auch ihre kleine Schwester hält es kaum aus und möchte nach Haus, nach Korea. Ab und zu telefonieren sie mit ihrem echten Vater und jedes Mal brechen alle in Tränen aus. Alle wollen zurück.

Deshalb stehen die Töchter unter riesigem Druck in der Schule auch bloß erfolgreich zu sein, damit das „Opfer“ der Mutter auch nicht umsonst war.

Die Geschichte an sich, eigentlich der ganze Blog Eintrag, haben nichts mit Japan zu tun, aber mit meinem Auslandsaufenthalt, denke ich.

Das ist eine Geschichte, die ich vielleicht im Fernsehen, in irgendeiner Serie erwartet hätte, aber es gibt sie tatsächlich und das hat mich ziemlich geschockt. Jeden Tag in der Schule haben wir viel Spaß und man merkt ihr gar nicht an, dass sie mit so einem Hintergrund nach Japan gekommen ist…

Ich denke diese ganze Auslandsaufenthalt-Sache, gibt einem unter anderem die Möglichkeit Menschen zu treffen, deren Leben völlig anders ist und macht einem erst einmal bewusst, was denn den eigenen Alltag und das eigene Leben bisher ausgemacht haben.

Ich habe hier in Japan so viele verschiedene Menschen aller möglichen Nationen getroffen und alle hatten irgendwelche Geschichten, mehr oder weniger besonders, eindrucksvoll, etc….aber ich bin froh, dass ich jedem einzelnen von ihnen begegnet bin. Auch dadurch, diese Geschichten zu hören, habe ich so unglaublich viel gelernt…

Allein deswegen lohnt sich sowas…wohin auch immer…

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Weihnachten

Februar 26, 2010 at 12:17 pm (1)

Ich wurde so oft gefragt, wie denn Weihnachten war und, dass es ja sicher ganz anders sein muss. Und nun, einige Monate Weihnachten komme ich endlich dazu einen Blog Eintrag darüber zu verfassen…

Ja, Weihnachten ist anders.

Der ursprüngliche Sinn ist hier völlig verloren gegangen und ich glaube nicht, dass irgendjemand (, der nicht gerade dem Christentum angehört,)weiß, worum es geht.

Dafür glitzert alles umso mehr. Aus allen Lautsprechern tönen Weihnachtslieder (auf Englisch…wenn es dann mal die Erklärung gibt, warum gefeiert wird, verstehen die Japaner es nicht) und überall heißt es „Was machen wir an Weihnachten?“.

Weihnachten ist hier ein Anlass zum Feiern, zum Ausgehen und Spaß haben.

Da meine Gastfamilie eine Weile in Deutschland gelebt hat, stand auch hier ein kleiner geschmückter Tannenbaum (allerdings aus Plastik, aber besser als gar keiner) im Wohnzimmer und Bescherung gabs auch (ich hab auch was bekommen, und es war toll und ich habe mich unglaublich drüber gefreut….ich habe wunderbare Gasteltern :) ).

Bevor ich nach Japan gekommen bin, war meine größte Angst wohl Weihnachten und Silverster/Neujahr, aber so schlimm wars nicht.

Weihnachten jedenfalls.

Wir haben ein bisschen geskypt, aber an Weihnachten sind ja alle schwer beschäftigt.

Mein erstes Weihnachten, ohne in die Kirche zu gehen.

Mein erstes Weihnachten weit weg von meiner versammelten Familie.

…und es machte mich gar nichts aus.

Ich bin relativ früh ins Bett gegangen, hab am Laptop ein, zwei Folgen meiner Lieblingsasia-soap gesehen und schon war Weihnachten wieder vorbei.

Aber in der Zeit habe ich ein tolles japanischen Weihnachtslied gefunden, dass in der KFC Werbung lieg :D

„Sutekina Holiday“ von Maria Takeuchi

すてきなホリデー  マリヤ竹内

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Valentinstag

Februar 26, 2010 at 12:17 pm (1)

Der Valentinstag scheint hier einer der wichtigsten Tage im Jahr zu sein. Vielleicht der wichtigste nach Neujahr? Ich weiß es nicht, es kommt mir aber so vor.

Wo man auch hingeht sieht man Schokolade, oder Bilder von (weiblichen)Stars, die am Herd stehen und  einen Holzlöffel in einen bunten Topf halten. Ja, es gibt nämlich Kategorien an Schokolade und wichtige Dinge auf die man achten muss, um nicht als gemein und gedankenlos zu gelten:

Hier sind einige Kategorien (es gibt bestimmt noch mehr^^“):

Giri-Choco

Ich weiß nicht, woher das Giri kommt, aber Giri-Choco ist obligatorische Schokolade. Frauen schenken sie allen Männern in ihrer Umgebung. In der Schule meist nicht, da vielleicht nur den Kumpels in der Clique (, wenn es denn eine Geschlechter-gemischte Gruppe gibt). Aber in den Firmen gibt es wohl ganz bestimmte Richtlinien, an wen Schokolade in welcher Menge und Qualität verschenkt wird.

Tomo-Choco

„Tomo“ kommt von „Tomodachi“ (….liegt jedenfalls nahe…) und wird unter Mädchen verschenkt.

Honmei-Choco

Das ist die Schokolade, die dem Schwarm geschenkt wird.

Dann kann man die Schokolade entweder kaufen oder selbst machen.

Bei gekaufter kommt meistens nur teure, ausländische Schokolade in Frage, die meistens als Giri-Choco verschenkt wird. Anders ist es mit dem selbstgemachten, die gleich einen ganz anderen Wert hat. Einfach nur Schokolade zu schmelzen und in Förmchen zu füllen ist den meisten zu simpel. Deshalb werden neben Schokolade auch Küchlein und andere Gebäcke akzeptiert. Hauptsache, es sieht süß aus.

Tomo-Choco ist meist ein Mix aus Gekauftem und selbst gemachtem. Honmei-Choco MUSS selbst gemacht werden. Sonst wäre es doch ziemlich traurig.

Die Japaner sind auch alle sehr begeister dabei und backen und machen. Allerdings sind nicht alle ein Ass in der Küche, deshalb gibt es auch bei der Valentinsschokolade „Hazure“ (Niete). Wenn da hinterrücks unter den Mädels gelästert wird, kann das ga~nz böse enden…ich habe es gesehen.

Ich hab auch welche gemacht und als Tomo-Choco verschenkt. Da es mir aber zu peinlich war allen hinterherzulaufen, denen ich eigentlich welche geben wollte, habe ich es bei einigen gelassen…ich hoffe, die sind nicht sauer…

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Olympia Vancouver 2010

Februar 26, 2010 at 12:16 pm (1)

Ja, ja,…die Japaner und Olympia.

In Deutschland habe ich mich eher weniger für Olympia interessiert und konnte dem ganzen gut aus dem Weg gehen. Hier ist das allerdings schier unmöglich! Wo man auch hinsieht, sieht man Reklame, die irgendwie mit Olympia (meistens mit Eiskunstlauf) zu tun hat.

Die Japaner schienen mir aber noch nie wirklich präsent, was Olympia angeht. Trotzdem kommt morgens ein ellenlanger Bericht mit ausführlichen Interviews von jedem japanischen Sportler, egal ob nun erfolgreich oder nicht. Selbst, wenn der Sportler wirklich, wirklich schlecht abgeschnitten hat, ist die Menge begeistert.

Besonders stark ist der Eiskunstlauf. Die drei japanischen Eiskunstläuferinnen sind plötzlich auf jedem Kanal in jeder Werbung zu sehen und werden hoch gepriesen. Letztendlich hat die japanische Favoritin im kurzen Programm aber doch (wie zuvor auch) gegen die Koreanerin verloren. Irgendwie haben das sowieso schon alle erwartet, aber die Hoffnung stirbt auch hier in Japan zu allerletzt.

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„Frostbeule“ ist also nicht nur ein Ausdruck für eine nicht-umgängliche Person?

Februar 26, 2010 at 12:15 pm (1)

Obwohl heute schon 20 ° C waren, will ich doch noch was zu der Kälte in Japan schreiben, bevor der Winter endgültig vorbei ist.

In Deutschland habe ich mir das Klima in Japan eher tropisch vorgestellt, so wie man das von Ost-Asiatischen Ländern so kennt. So ist es aber nicht. Eigentlich unterscheidet sich das Wetter nicht allzu sehr vom Deutschen…ich würde grob sagen,  dass es hier immer so um die 5°C wärmer ist.

Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, ist, dass es hier viel mehr Sonnentage gibt. Das habe ich mir auch erklären lassen: Das liegt nämlich an den Gebirgen, die die Tiefs, die vom westlichen Festland herziehen, größtenteils davon abhalten, über Tokyo und Umkreis zu ziehen…und so ist auch bei -3°C wunderbarer Himmel und Sonnenschein.

Noch eine Sache zum Sonnenschein: Von allen möglichen Orten im Umkreis Tokyo, kann man bei gutem Wetter den Fuji sehen. So laufe ich fast jeden Tag an einem kleinen Park vorbei mit wunderbarem Blick auf die Spitze des Fuji, wenn nicht gerade Wolken oder Nebel die Sicht versperren. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das ja gar nicht mal so besonders, aber man wird von der Begeisterung der Japaner, was den Fuji angeht, angesteckt und so gehe ich gleich ein bisschen motivierter zur Schule, wenn ich die weiße Spitze umgeben von wunderschönem tiefblauen Himmel erspähen kann.

So, zurück zur Kälte…

„-3°C sind doch nichts!“, würde ein Deutscher sagen, der gerade den Winter dieses Jahres hinter sich gebracht hat. Hier in  Japan ist das allerdings anders, denn….es gibt keine Zentralheizung! Jedenfalls ist es nicht verbreitet und auch im Haus meiner Gastfamilie wird nur das Wohnzimmer bei Bedarf durch Klimaanlagen/Heizung-Kombi warm gehalten.  In meinem Zimmer habe ich auch so ein Gerät…das bedarf aber seine Zeit, bis es denn dann warm wird und wenn ich z.B. Abends aus dem Wohnzimmer in mein Zimmer möchte, kostet das wirklich ganz schön viel Überwindung, weil ich erst durch den kalten Flur und dann in mein eiskaltes Zimmer muss (,das übrigens auf der Nordseite liegt und generell eines der kältesten Zimmer ist…im Sommer echt gut, aber im Winter ziemlich böse).

In der Schule sieht es nicht anders aus. Jedes Klassenzimmer hat einen kleinen Ofen, der mit Öl betrieben wird. In den Klassenräumen, in denen wir unseren Spezialunterricht haben, sind die Öfen aber so alt, dass man meist gar nicht weiß, ob es denn funktionieren wird oder nicht. In den kurzen Röcken ist es auch gar nicht mal so angenehm. Erst durch Wind und Regen und dann in die Schule, die einem noch kälter vorkommt.

Aber die Japaner wissen sich ja zu helfen: unter den Rock wird eine Jogginghose angezogen, die zwar offiziell durch die Schulregeln verboten ist, aber die Standpauken in der Sporthalle, die ab und zu für die breite Masse gehalten werden, kann man verkraften.

Des Weiteren besitzen alle Mädchen einen Haufen an Deckchen (auf dem Merchandise Fotos sieht man meine von Rilakkuma, Alice im Wunderland und Chip ‘n‘ Dale), die um die Beine gewickelt werden.

Auch die bei uns eher selten gesehenen Ohrenschützer kommen hier überall zum Einsatz…ich möchte mir auch noch welche besorgen…*hmmm*

Dazu, dass es sowieso schon kalt ist, wird im Winter in Sport Langlauf gemacht. D.h. bei  Temperaturen von ca. 0°C rennt man  Runden um die Schule und den Sportplatz.

An meiner Schule gibt es im Sport eben auch „Iaidou“ , und da ich die speziellen Socken nicht besitze, muss ich das ganze Barfuß durchziehen. Das Ding ist, dass die Sporthalle gar keine Möglichkeit hat, beheizt zu werden und an den Seiten der Halle kleine Löcher in der Wand sind, direkt über dem Boden, sodass der Wind den Holzboden nochmal ein Stückchen kälter macht.

Den Iaidou Stunden habe ich wohl die ersten Frostbeulen meines Lebens zu verdanken. Ich hab sowas noch nie vorher gesehen und habe tatsächlich gedacht, dass sei nur eine Redewendung aus eine Zeit, in der die Menschen sowas wie „Heizung“, „Ofen“,…nicht kannten. Aber es gibt sie tatsächlich und sie sind hässlich und tun schrecklich weh.

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Merchandise (…und andere Sachen, die die Welt nicht braucht)

Februar 6, 2010 at 11:58 am (1)

Ich wollte schon seit langer Zeit einen Eintrag darüber schreiben und ich hoffe, ich vergesse ich auch keinen Aspekt vergesse….

Ich fange mal mit den Character Goods an, die Jungen und Mädchen, jung und alt begeistern.

Es gibt in allen Kaufhäusern oder auch in „suupaa“s wie „ito yokado“,etc. mindestens einen dieser Shops, die Character Goods anbieten. Egal in welchen man von denen geht, man findet immer dasselbe: (ich gehe im Kopf mal einen der Läden durch) Strümpfe und Schlafanzüge, Taschen, Stifte mit allem möglichen Glitzer-Funkelkram dran, Haarspangen und Haargummis, Ohrringe, Parfum, Klarsichthüllen mit Disney Figuren, Snoopy oder anderem putzigen Figürchen aufgedruckt, Etuis mit den eben genannten Charakteren, Notizbüchlein mit den Figürchen, Handyanhänger in den Formen von Stitch, Mickey,… , Bento-Boxen (mit extra-Stäbchen Regal), Folien für das Handy Display,Handtücher… ich könnte noch ewig weiteraufzählen…es ist unglaublich.

In Japan gibt es aber nicht nur die Charakter, die auch bei uns bekannt und beliebt sind, wie Hello Kitty, Disney Figuren und Snoopy sondern noch allerlei andere niedliche ?Tierchen?, wie z.B. aus den Ghibli Filmen, Rilakkuma (, den ich lieben gelernt habe), MameShiba,Gaccha Pon,…

Jeder muss einen Lieblingschara haben, weil das eine der ersten Fragen ist, die einem nach der ersten Vorstellung gestellt wird. Jedenfalls war es bei mir immer so.

Mein momentaner Liebling ist Rilakkuma, dicht gefolgt von „Alice“ und „Chip ‘n Dale“…:] Ich mach mal ein Foto von meiner momentanen Merchandise Sammlung….ich hoffe, ich vergesse nichts^^“

Letztens war ich übrigens zum ersten Mal im Kino…na ja, zum zweiten Mal, aber das erste Mal ein Film auf Japanisch (in Japan sind die Filme normal auf Originalsprache mit Japanischen Untertiteln) und zwar Nodame Cantabile. Es war wunderbar :] Ich habe meine Freude am Kino wiedergefunden und hab jetzt auch eine „Movix“ Member-Card…zu den unzählbaren „Member-„ und „Club Cards“ in Japan in einem Eintrag mehr…^^

Nun ja,im Kino sieht man sich Filme an und bekommt auch noch Popcorn oder anderes Angeboten, um die Kunden noch weiter auszunehmen ( eine Kinokarte für Schüler kostet umgerechnet 11 Euro für einen Film OHNE Überlänge, die kleinste Popcorntüte, von der selbst die kleinsten Kinobesucher zwei gekauft bekommen, kosten 3,50 Euro). Was mich aber überrascht/geschockt hat, war die Merchandise Ecke neben den normalen Kassenschaltern. Dort konnte man Programme, Poster, Klarsichthüllen und allen anderen Müll zu unglaublichen Preisen erstehen…und der Großteil der Gäste lief mit einer Tüte von dem Shop rum. Es ist schon unglaublich, wofür die Japaner ihr Geld ausgeben.

Aber auch sonst kann man die Japaner mit kleinen, vermeindlich praktischen Gegenständen begeistern. So ist im morgendlichen Fernsehprogramm in der Sendung vor den Nachrichten eine kleine Rubrik, um solche Gegenstände vorzustellen. Da sind z.B. Textmarker, bei denen die Mitte der Spitze keine Farbe abgibt, damit das Wort nicht ganz übermalt wird und man es auf jedenfall noch lesen kann, oder ein kleines Ding, das aussieht wie ein Spielzeugauto und mit dem man die Radiergummireste auf dem Tisch einsammelt.

Das Ding ist aber, dass die ganzen Sachen, seien es nun Chara-Goods oder anderes, tatsächlich begeistern. Ich sehe sowas und möchte es auch haben. Es ist klein, es sieht toll aus,…Grund genug. Wenn man aber dann mit dem Preis der kleinen unnötigen Gegenstände konfrontiert wird, kommt man ins grübeln.

„Soll ich tatsächlich für ein Haargummi mit drei Kugeln, die so zusammengesetzt wurden, dass sie wie der Kopf von Mickey Maus aussehen, einen Preis von 500 Yen bezahlen?“ (500 Yen sind ca. 3,80€), denke ich mir dann immer und lass es doch bleiben.

Ich rechne beim Kauf übrigens immer auf 100 Yen = 80 Cent hoch…dann werde ich meist skeptischer und kann mich davon abhalten unnötigen Kram zu erstehen.

Ein weiteres Phänomen, von dem ich berichten möchte, passt wahrscheinlich nicht so in diese Kategorie von wegen Merchandise, aber ich halte es doch für erwähnenswert.

Und zwar geht es um die Broschüren und Werbegeschenke-Verteiler an jedem Bahnhof. Manchmal sind es einfach nur Broschüren mit den neuesten Artikeln oder den günstigsten Preisen, an denen ich ohne den Verteiler eines Blickes zu würdigen, vorbeigehe. Manchmal ist eine Packung Taschentücher oder ein Bonbon dabei. Die nehme mit einem Nicken an.

Einmal im Monat stehen vor meiner Schule zwei Leute von einer Juku (Paukschule) und verteilen ihre Broschüre mit einem Radiergummi. Ein weiteres Mal begegne ich einem Mitarbeiter der Schule am Bahnhof. Das macht im Monat zwei Radiergummis. Ich besitze mittlerweile also schon 10 Radiergummis dieser Schule.

Ich habe in Japan noch nie Geld für Taschentücher oder Radiergummis ausgegeben.

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